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Machen Sie auf Ihrem Toskana Urlaub Station in Civitella für einen ruhigen Besichtigungsbummel. Hier finden Sie keinen Touristenkitsch und bunte Läden. Das komplette Dorf ist in der typischen Bauweise der Toskana errichtet. Feldsteinmauern manchmal auch Ziegelmauern prägen das Bild. Bei der Besichtigung der Burg welche in allen Teilen der Öffentlichkeit zugänglich ist, finden sich viele Beispiele toskanischer Verteidigungsarchitektur. Portale mit gotischen Bögen, Wehrgänge und Wachtürmchen. Beachten sie auch wie aufwendig die Steine behauen wurden. Viele dieser Details sieht man nur sehr selten in Bauten aus dem 13 Jahrhundert. Gleich nach seiner Gründung wurde CIVITELLA dem Bischof von Arezzo unterstellt, damals das wichtigste Kirchenoberhaupt in der Toskana. Es wurde folglich Civitelle del Vescovo genannt ( Civitella des Bischofs). Dort befand sich das Hauptquartier der mittelalterlichen Streitkräfte des Ambra Tals und der östlichen Toskana. 1289 nach der Schlacht von Campaldino (siehe POPPI) wurde die gesamte Gegend von den Florentiner Streitkräften besetzt und wurde so Teil der Florentiner Republik bis 1384. Anschließend wurde Civitella zur Stadt der roten Lilien.
Nehmen Sie sich einen Nachmittag Zeit um diese zeitlose kleine Oase der Toskana zu erwandern. Wer sich für Architektur interessiert kommt hier besonders auf seine Kosten. Ansonsten hat man praktisch von jeder Seite des Dorfes herrliche Ausblicke in die Weite der Toskana. Es gibt viel Ruhe und auch einige gute Restaurants.
Die wuchtigen Überreste der antiken Festung von CIVITELLA überblicken die gesamte Weite Ebene zwischen Ambratal und Chiana-Tal. Civitella thront strategisch wichtig zuoberst auf einem Hügel. Seine Festung ist eine der besterhaltenen Langobarden Burgen der Toskana. Sie wurde im 6. und 7. Jahrhundert n. Cr. erbaut wurden. Die zentrale Lage von Civitella ermöglichte so den mittelalterlichen Langobardenfürsten die Kontrolle über die wichtigsten Handelswege durch die Toskana. Die Stadtmauern zeugen in ihrer elliptischen Form noch heute von der ehemaligen Festungsanlage. Im Jahre 1554 während des „ Krieges von Siena“ wiederstand CIVITELLA erfolgreich dem Ansturm der imperialen Truppen, dies vor allem Dank der Verstärkung seiner Verteidigungsanlage. Die Stadtmauern und die Festung war in den vergangenen Jahrhunderten deutlich ausgebaut und erweitert wurde. Die eigentliche Zerstörung der Festung erfolgte nicht etwa durch die lokalen Streitigkeiten in der Toskana, sondern Civitella wurde 1944 absichtlich durch die deutsche Armee als Repressalie nach einem Partisanenaufstand zerstört.
CIVITELLA ist von einer durchwegs intakten mittelalterlichen Stadtmauer umgeben welche die Stadt kreisförmig umschließt. In Abständen sind quadratischen Wehrtürme in die Mauer integriert. Ein großes Stadttor die Porta Aretina verteidigte die Strasse nach Arezzo. An der Ostseite des Hügels verbindet sich die Stadtmauer mit der Burg. Eine imposante Anlage aus dem 13. Jahrhundert welche unter dem berühmten Bischof Guglielmino degli Ubertini errichtet wurde. Die Burg mit ihren hohen Burgmauern und einem sehr schönen Eingangstor ist ein klassisches Beispiel mittelalterlicher Verteidigungsanlagen in der Toskana.
ANFAHRT Autobahn A1 (grüne Schilder) bis Ausfahrt Monte San Savino (ca. 70 km südlich von Florenz) nehmen. Dann links halten auf der Bundesstrasse (blauweise Schilder) in Richtung Arezzo bis zur Ausfahrt PIEVE AL TOPO fahren. Dort finden sie Schilder nach CIVITELLA. Distanz von der Autobahnausfahrt bis Civitella ca. 20 km.
Zusammengstellt von Thomas Behnke für Villen - Toskana.de 22.7.2005
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